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Emilia Clarke gelingt es nicht VOICE FROM THE STONE zu retten

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Gerade noch hat sich Schauspielerin Emilia Clarke in ihrer Drehpause von Game of Thrones als fürsorglich-durchgeknallte Betreuerin um den im Rollstuhl sitzenden Sam Claflin gekümmert (Ein ganzes halbes Jahr, nach dem Roman von Jojo Moyes), da verschlägt es sie in Voice from the Stone ins Italien der 1950er Jahre, wo sie sich erneut als Kindermädchen um einen traumatisierten Jungen kümmern muss.

So herrschsüchtig sie also als Königin der Drachen Daenerys Targaryen ist, so sehr scheint sie ihre Fürsorglichkeit im Film ausleben zu wollen. Voice from the Stone kommt von Regisseur Eric D. Howell (From Heaven to Hell, 2002) nach einem Drehbuch von Debütant Andrew Shaw, der den gleichnamigen Roman von Silvio Raffo adaptiert hat.

Voice From The Stone

Verena (Emilia Clarke) und der traumatisierte Jakob (Edward Dring) in VOICE FROM THE STONE.

Die Dreharbeiten und die Handlung führen uns in die Toskana, wo das Kindermädchen Verena (Clarke) den neun Jahre jungen Jakob (Edward Dring) anvertraut bekommt, der von dem Tod seiner Mutter (Caterina Murino) traumatisiert wurde, während sein Vater Klaus (Marton Csokas) dem plötzlichen Schweigen des Jungen hilflos ausgeliefert scheint.

Spooky wird es als Jakob seiner neuen Vertrauten zu verstehen gibt, dass er die Stimme seiner Mutter durch die steinernen Wände des Hauses hören kann. Zumindest die Idee erscheint wie ein Element für Gänsehaut. Die Umsetzung bleibt aber fern jeglichen Suspense-Gefühls.

Zwar bekommen wir eine gute Portion von italienischer Gothic-Atmosphäre – mehr im Garten als hinter den Gemäuern – aber dem Film gelingt es erschreckend langweilig durch die Handlung zu stolpern, ohne Haunted House-Momente zu erschaffen, die unsere Fingernägel in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Es ist das Schauspiel von Emilia Clarke, das uns zumindest Interesse an ihrer Figur haben lässt. Sie hat den übermäßigen Einsatz ihrer Augenbrauen abgelegt, über den man sich noch in Ein ganzes halbes Jahr köstlich amüsieren konnte. Aber irgendwann verfällt auch sie dem Schrecken eines furchtbaren Drehbuchs, dass sie von einem zum nächsten Moment erotische Fantasien über Jakobs Vater haben lässt, ohne dass auch nur ansatzweise Spannungen zwischen diesen beiden Personen aufgekommen wären.

Solche Sprünge macht Voice from the Stone immer wieder. Auf einmal verfällt Verena dem Wahnsinn, ohne dass wir wüssten, wodurch dieser Zustand ausgelöst wurde. Es scheint als wolle Regisseur Howell wichtige Stationen ihrer Figur erzählen, weiß aber nicht wie er es in der Handlung von A nach B schaffen soll.

Voice From The Stone

Immerhin darf Emilia Clarke durch die italienische Toskana stapfen.

Einzig die Kameraarbeit von Peter Simonite und das Produktionsdesign bleiben in Erinnerung, die viel zu gut für diese Story ausgefallen sind. Den Bilder allein gelingt es eine Atmosphäre heraufzubeschwören, die uns ein altertümliches Schloss irgendwo in der Toskana als unheimlich und mysteriös empfinden lässt.

Leider bleiben die Steinstatuen im Garten und auf dem Dach der Villa, wie sie von dicken Nebelschwaden umwabert werden, die besten Darsteller in einer Geschichte, die keine wirkliche Stimme findet.

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