Filmkritik

“The Last Days on Mars” von Ruairí Robinson

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Liev Schreiber in "The Last Days on Mars"

Liev Schreiber in “The Last Days on Mars”

Ein für die Augen undurchdringlicher Sandsturm, eine karge Kraterlandschaft. Inmitten dieses Szenarios fährt ein Weltraumfahrzeug über den steinigen Boden. Kontrastiert wird der Blick in dieses Sci-Fi Gefilde durch die klassischen Klänge von Henry Halls Blue Skies are Around the Corner: Blue skies, there’s nothing warmer. Won’t you feel happy to be sharing the sunshine with me. Under those blue skies. Aber nichts von alledem findet sich auf dem Planeten Mars wieder. Kein Sonnenschein, kein blauer Himmel. Allenfalls einen Gewittersturm bekommen die hier stationierten Astronauten, darunter Vincent Campbell (Liev Schreiber), Rebecca Lane (Romola Garai) und Captain Charles Brunel (Elias Koteas), zu Gesicht.

Irgendetwas befällt die Besatzung der Mars-Mission und verwandelt sie in mordende Space-Zombies

Irgendetwas befällt die Besatzung der Mars-Mission und verwandelt sie in mordende Space-Zombies

Der Song ist der Traum und die Sehnsucht, die die Astronauten nach der Erde haben. Sie schwärmen davon, schon bald wieder über das grüne Gras laufen zu können. Ihre Mission auf diesem Planeten ist bald beendet. Ebenso wie anfangs die Musik die Situation der Astronauten kontrastiert, so wechseln in The Last Days on Mars die Bilder zwischen den eingezwängten Räumlichkeiten der Raumstation mit den weitläufigen Mars-Landschaften, die von Kameramann Robbie Ryan hauptsächlich in Jordanien gefilmt wurden.

The Last Days on Mars basiert auf der Kurzgeschichte The Animators (1975) des britischen Schriftstellers Sydney James Bounds. In dem Film des irischen Regisseurs Ruairí Robinson findet die Astronauten-Besatzung der Tantalus-Basis auf dem Mars Anzeichen für organisches Leben. In einer unterirdischen Höhle sind die Wände von eindeutig lebenden Gewebe bewachsen. Schon zuvor ist einer der acht Personen starken Mannschaft hier ums Leben gekommen, eine weitere Astronautin gilt als vermisst. Das atmosphärische Nicht-Wissen weicht schnell den Space-Zombies, das Rätselraten um den Verbleib der vermeintlich Toten wird zur blutigen Konfrontation zwischen der noch lebenden Restbesatzung, die nun Schritt für Schritt dezimiert wird.

Was anfänglich nach Trash klingt, wurde hier solide und spannend umgesetzt. Der Film kommt schnell zur Sache, bietet sowohl angespanntes Ambiente wie auch martialische Momente. Also eine dieser seltenen Kleinproduktionen, die das Interesse am Zusehen aufrechterhalten können.

The Last Days on Mars
98 Minuten, freigegeben ab 16 Jahren, Heimmedienstart: 15. August 2014
im Netz: Der Film auf Facebook
alle Bilder © Universum Film

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