Filmkritik

Superman vs. The Elite (Juni 2012)

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Was ist eigentlich so lustig an Wahrheit, Gerechtigkeit und den „American Way of Life“? Das ist der Titel (What’s So Funny About Truth, Justice & The American Way?) der Story, auf der Superman vs. The Elite basiert, veröffentlicht in Action Comics #775 im März 2001. Der Film bewegt sich recht dicht an seiner Vorlage, kein Wunder, hat doch der Autor des Comics Joe Kelly auch für die entsprechende filmische Umsetzung gesorgt, die dann mit seinem Drehbuch unter der Regie von Michael Chang entstanden ist.

Im Grunde stellt der Film die Frage nach den Methoden, die Superman nutzt um seine Gegner dingfest zu machen und Metropolis sicher zu halten. Die Welt schaut jederzeit auf ihren Superhelden, der sich auf einmal mit der Frage konfrontiert sieht, weshalb er denn kein Superheld des 21. Jahrhunderts sei und immer noch an seinen alten Werten festhalten würde? Er glaubt an diese Werte, auch daran, dass er die eingefangenen Schurken nicht töten sollte – eine Meinung mit der er fast gänzlich allein dasteht.

Dann kommt die Elite daher, eine Gruppe von coolen, hippen Supertypen, die der Menschheit genau das geben wollen, wonach sie verlangen. „You wanted us, now you got us!“ klingt dabei mehr wie eine Drohung als wie ein Versprechen. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Verbrechensbekämpfung muss der Schurke Atomic Skull über sich ergehen lassen. Superman darf zu Beginn gegen ihn ran, während sich die Elite später um ihn kümmert. Danach sollten wir ihn eigentlich nicht mehr wiedersehen.

Superman vs. The Elite ist eine wunderbare Lehrstunde über die Anstrengung Gut zu sein und wie einfach es sein kann die Dinge radikal anzugehen, ohne nachzudenken zu handeln und den erstbesten Weg zur Lösung einzuschlagen.

Dass die Elite später mit ihren eigenen Mitteln geschlagen wird, spricht für Supermans Einfallsreichtum. Natürlich driftet der American Hero nicht gänzlich in die Art und Weise seiner Widersacher ab, aber er schafft es glaubhaft aufzuzeigen, wohin sich ein Mensch (oder Alien) entwickeln kann, wenn er sich diesem einfachen Weg hingibt.

Superman vs. The Elite könnte auch als Propaganda auf den guten Menschen verstanden werden – es einfach mal den lieben Kleinen zeigen, dann werden sie schon lernen welche Werte und Normen angestrebt werden sollten. Es ist aber auch so schön verpackt, mit coolen Pop Art 80er Jahre Intro, dass es wunderbar funktioniert. Nach dem Film fühlt man sich schlicht ein wenig besser gerüstet, der Welt mit guten Taten zu begegnen.

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