Filmkritik

“Sternenkrieger – Survivor” von John Lyde

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Danielle Chuchran als Kate Mitra in "Sternenkrieger - Survivor" von John Lyde

Danielle Chuchran als Kate Mitra in “Sternenkrieger – Survivor” von John Lyde

In modernen Zeiten des Filmemachens kann man natürlich darüber streiten ob so mancher Film auch wirklich gemacht werden sollte. Es ist auf der einen Seite natürlich legitim und fördert den Erfahrungswert von Filmemachern, wenn die Barrieren zum fertigen Produkt immer kleiner werden. Auf der anderen Seite wird der Markt mit Filmen überschwemmt, die bei nicht Erscheinen keinen sonderlichen Verlust darstellen würden – unabhängig von den Bemühungen, die in diesen Filmen stecken.

Darunter fällt nun auch Sternenkrieger – Survivor, der aus einer sehr erfolgreichen Kickstarter Kampagne hervorgegangen ist: von anstrebten 25.000 US Dollar erreichte man durch etwas mehr als 800 Spenden fast das Doppelte. Damit hat man nun den Sci-Fi Laienfilm inszeniert, der den Charme einer alten Enterprise-Episode haben könnte, würde man nicht viel zu viel mit Effekten und Möglichkeiten am Rechner hantieren. Auf dem Raumschiff im Apple-Look wirken alle Darsteller wie in die Szenen gephotoshopped, ihre unnatürlich rosa strahlenden Lippen und weiß glänzenden Zähne können auch kein pures Naturprodukt sein. Hollywood mag das auch machen, aber weniger auffällig.

Kevin Sorbo als Captain Hunter

Kevin Sorbo als Captain Hunter

Ein Darsteller wie Kevin Sorbo, einst als Kult-Hercules auf legendären Abenteuern im Fernsehen unterwegs, soll Aufmerksamkeit erhaschen, findet sich selbst aber nur in einer Rolle wieder, die sehr stark an Will Smith in After Earth erinnert. Hier nimmt sich Sternenkrieger – Survivor ein Beispiel, schickt Danielle Chuchrans Kate auf dieselbe Rettungsaktion wie sie in M. Night Shyamalans wenig geliebtem Sci-Fi-Versuch Smith Jr. überstehen muss. In Survivor ist es ebenso viele Jahre her, dass die Menschheit die Erde verlassen hat. Mit einigen Raumschiffen ist man aufgebrochen, einen neuen Planeten zu finden, auf dem man sich neu ansiedeln kann. Die Suche läuft nur so erfolgreich, dass ein Planet ausfindig gemacht wird, auf dem blutdurstige Aliens hausen und Jagd auf das Frischfleisch gemacht wird.

Fernab von wenig anschaulichen Szenerien auf dem Raumschiff selbst, verlagert der Film den Hauptteil der Handlung auf diesen Planeten, wodurch die Umsetzung sichtlich an Einfachheit gewinnt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Kulisse und Ausstattung durchaus sehenswert genutzt werden, während das Schauspiel nun einmal so hölzern wirkt, wie einst auch bei Captain Kirk und Mr. Spock.

Wo diese allerdings einen nostalgischen Kultwert besitzen und sich durch manchen Kinofilm rehabilitieren konnten, bleibt Sternenkrieger – Survivor irgendwie nur auf Fanfilm-Niveau.

Sternenkrieger – Survivor
93 Minuten, freigegeben ab 16 Jahren, Heimmedienstart: 22. Juli 2014
im Netz: Offizielle Homepage zum Film
alle Bilder © Ascot Elite

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