Unheimliche Begegnung der dritten Art stellt für Steven Spielberg seinen ersten Ausflug mit der Untertasse ins Science Fiction Genre dar. Hierfür arbeitet er nicht nur erneut mit seinem Der weiße Hai-Darsteller Richard Dreyfuss zusammen, sondern sichert sich auch die Dienste des Special Effects-Spezialisten Douglas Trumbull, der schon für Filme wie Blade Runner, 2001 – Odyssee im Weltraum und Star Trek – Der Film grandios-fantastische Sci-Fi Welten erschaffen hat.

Dreyfuss spielt Roy Neary, der sich nach einer klassischen UFO-Begegnung bei Nacht und Nebel geradezu magisch von einer verlassenen Gegend irgendwo in der Wildnis hingezogen fühlt. Zuerst wird er natürlich von den übrigen Stadtbewohnern für Verrückt erklärt. Dann wird aber schnell klar, dass tatsächlich der erste Kontakt zu einer außerirdischen Spezies bevorsteht.

Die Macht des Storytelling

Spielberg zeigt mit Unheimliche Begegnung der dritten Art, dass ein Alien Sci-Fi Film auch ohne viel Bombast inszeniert werden kann. Natürlich hält auch er die spektakulären Bilder parat, die er aber gut durchdacht in die Handlung einfließen lässt. Er überfordert uns nie mit einer Bildgewalt und erzählt lieber von den Stadtbewohnern und ihrer Begegnung mit der Tatsache, dass es dort draußen noch anderes Leben gibt.

Es gibt ausreichend Spannungsmomente um uns an eben diese Geschichte zu fesseln. Spielberg lässt Elektrogeräte ausfallen, das Licht unheimlich durch Türspalten und Fenster leuchten und er zeigt uns imposante Wolkengebilde am Himmel. Bei all dem Horror vergisst man schnell, dass Unheimliche Begegnung der dritten Art zwar das Unheimlich im Titel trägt, aber zu keiner Zeit auf eine Invasion der Besucher aus ist.

Vielmehr steht hier das friedliche Miteinander im Mittelpunkt. Auch dann noch, wenn das gigantische Raumschiff der Außerirdischen dann endlich auftaucht um mit den Menschen via Klang- und Tonsignalen zu kommunizieren. Diese Szenerie ist ganz großes Kino.

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