Steven Spielberg

Unheimliche Begegnung der 3. Art (1977)

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Unheimliche Begegnung der 3. Art ist für Steven Spielberg der erste Ausflug mit einer fliegenden Untertasse. Er entdeckt hier scheinbar seine Leidenschaft für Science Fiction Geschichten, für die kleinen grünen Männchen, die zu Besuch auf unserem Planeten Erde sind. Hierfür holt er nicht nur seinen Der weiße Hai-Darsteller Richard Dreyfuss zurück, sondern sichert sich ebenso das fast magische, tricktechnische Talent von Douglas Trumbull, der schon für Filme wie Blade Runner (Ridley Scott), 2001 – Odyssee im Weltraum (Stanley Kubrick) und den ersten Star Trek-Spielfilm fantastische Sci-Fi Welten erschaffen hat.

Dreyfuss spielt Roy Neary, der sich nach einer klassischen UFO-Begegnung bei Nacht und Nebel und versagender Elektronik, zu einer verlassenden Gegend irgendwo in der Wildnis hingezogen fühlt. Zuerst erklären die übrigen Stadtbewohner den Mann für verwirrt und verrückt, dann aber ist sehr schnell klar, dass dort der erste Kontakt zu einer außerirdischen Spezies bevorsteht.

Unheimliche Begegnung der 3. Art

Richard Dreyfuss hat eine Unheimliche Begegnung der 3. Art

Wenn Spielberg etwas mit Unheimliche Begegnung, später auch mit E. T., nicht so sehr mit Krieg der Welten, bewiesen hat, dann dass er Alien Sci-Fi ohne viel Bombast inszenieren kann, wenn es die Handlung erfordert. Zumindest ist dieser Film kein Bombast nach heutigen Standards.

Spielberg hat wunderbar mit den klassischen Invasions-Stereotypen gearbeitet: ausfallende Elektrogeräte, das unheimliche Licht, dass durch Türspalten und Fenster strahlt und ein unfassbar imposantes Wolkengebilde am Himmel. Damit schürt er als Regisseur diese unheimliche Begegnung des Filmtitels, ohne je im Sinn zu haben, hier etwas Böses und Vernichtendes auf die Erde loszulassen. Erwartung und Realität liegen arg weit auseinander.

Und auch wenn Unheimliche Begegnung der 3. Art fast schon zu leicht daherkommt, vor allem aufgrund des großartigen Spiels eines Richard Dreyfuss, kann Spielberg mit seinem Sci-Fi Film sehr eindringliche Horror-Bilder entfalten. Diese Bilder könnten einen vielleicht dann mit in die eigenen Alpträume verfolgen, hätte der Film nicht an sich einen so netten Charakter.

Dies ist eines der vielen Talente von Steven Spielberg, das er hier zum ersten Mal unter Beweis stellen kann. Man möchte über diesen Filmemacher sagen, dass er in der Lage ist, jede Geschichte im richtigen Ton zu filmen, dabei aber immer die Familienunterhaltung im Auge behält.

Unheimliche Begegnung der 3. Art

Der erste Kontakt von Mensch und Alien

Am Ende holt er gemeinsam mit Douglas Trumbull zum Double Impact der Talente aus. Das Licht- und Tonspiel als Kommunikationsmittel der Menschen und Alien miteinander, inszeniert in absoluter Bildgewalt, wie es in den 70er Jahren fasziniert haben dürfte und heute immer noch atemberaubend ausschaut.

Oftmals werden die eingangs von Trumbull begleiteten Filme Blade Runner oder 2001 – Odyssee im Weltraum, aber auch Alien von Ridley Scott als Sci-Fi Klassiker genannt. Unheimliche Begegnung der 3. Art fehlt oftmals in solchen Auflistungen, allerdings völlig zu Unrecht.

1 Comment

  1. […] Unheimliche Begegnung der dritten Art hat Steven Spielberg in 1977 seine Sci-Fi Karriere begonnen, die er später mit Filmen wie E. T., […]

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