Spielberg macht uns in Jäger des verlorenen Schatzes mit seinem Archäologie-Abenteurer Indiana Jones bekannt. Dieser wird von der US-Regierung angeheuert, um die legendäre Bundeslade zu finden, in der die zehn Gebote transportiert wurden. Gemeinsam mit Marion Ravenwood (Karen Allen) wird diese Schatzsuche zu einem Rennen gegen die Nazis unter der Leitung von Belloq (Paul Freeman), der die Macht dieses biblischen Artefakts für sich nutzen will.

Harrison Ford funktioniert grandios als verwegener Draufgänger, aber auch als Anzug tragender Uni-Professor. Eigentlich ist die Figur des Indiana Jones nicht gerade sehr liebenswürdig und besticht vielmehr durch sein spitzbübisches Auftreten. Mit Ford in der Rolle, wirkt aber gerade diese Eigenschaft so charmant, da er sie mit einem begeisterten Funkeln in den Augen spielt.

Der Pulp-Held und die Nazis

Die Nazis sind für diesen Helden genau die richtigen Gegenspieler. Diabolisch nehmen sie sich selbst allzu ernst, werden aber immer wieder von Indy vorgeführt.

Mit Jäger des verlorenen Schatzes zollt Spielberg den alten Abenteuer-Klassikern in Schwarzweiß seinen Respekt. In diesen Pulp-Filmen waren die Helden noch männlich und die Frauen verliebte Damsels in Distress. Das kann man hier von Marion Ravenwood nicht unbedingt behaupten. Sie verteilt Faustschläge und stellt sich als äußerst trinkfeste Dame heraus.

Spielberg hat die perfekte Partnerin und ebenso perfekte Schurken für einen dadurch perfekten Abenteurer gefunden. Jäger des verlorenen Schatzes profitiert davon, dass hier alle Elemente zueinander passen: Abenteuer, Action, Drama, Komödie, Horror, hier wird kaum etwas ausgelassen.

Bild Copyright Paramount Pictures