Eine Warnung vorweg: „Dragonball Z: Resurrection F“ ist ein Film für Fans. Nur für Fans. Für langjährige Fans. Dieser Animationsfilm, basierend auf dem „Dragonball“-Franchise, ist keine Einsteigerdroge, keine Wiedereinsteiger-Droge, keine allgemein nutzbare Anime-Droge. Dieser Film ist ausschließlich für immer noch Fans, für Menschen die sich mindestens einmal pro Woche ein „Dragonball“-Shirt überstreifen und die Namen der Serie auswendig aufsagen, wie andere die Pokemon in richtiger Reihenfolge aufzusagen wissen.

Also sollte euch folgende Story Fragezeichen über den Köpfen schweben lassen, Finger weg! In diesem inzwischen bereits 15. Film aus der „Dragonball“-Reihe lässt Sorbet mit ein wenig Hilfe des Drachen Shenlong den Schurken Frieza wieder auferstehen, der Rache an den Super Saiyajin Son Goku schwört. Nur mit der Hilfe seiner Freunde und den weisen Ratschlägen von Beerus und Whis kann dieser der Auseinandersetzung entgegen treten.

Der Film kommt von Tadayoshi Yamamuro, eigentlich aus dem Animation Department stammend, der hier sein Regie-Debüt abliefert, während das Drehbuch vom Franchise-Erfinder Akira Toriyama stammt. Als nicht „Dragonball“-Gucker muss man es ein wenig Schade finden, dass diese Filme so einschränkend konzipiert werden, dass man entweder vorher die unüberschaubar vielen Episoden nachholen muss oder aber eine ganze Menge nachzulesen hat.

Das macht die Regie des Films stärker als das Drehbuch, Yamamuro versucht das Beste aus dem ihm gelieferten Drehbuch herauszuholen. Dieses ist stark als Fan-Service aufgebaut, beginnt mit allerhand Vorgeplänkel, das lediglich dazu zu dienen scheint, möglichst viele bekannte Figuren aus dem „Dragonball“-Universum zumindest einen kurzen Auftritt zu bescheren. Dann geht es weiter mit einem unüberschaubar großen Kampfgetümmel, dass allerdings keine weitere Funktion innerhalb der Handlung übernimmt. Erst zum Ende hin wird die anfangs aufgebaute Story dann endlich einmal weiter erzählt.

Was die Fans von „Dragonball“ freuen darf, ist, dass sich das Franchise keiner neumodischen Animation hingibt und alles im altbekannten 2D erstrahlt. Hier kommt definitiv ein wenig Charme auf, sind neuere Shows doch durchzogen von dem günstiger zu produzierenden 3D-Look. Wie einfach wäre es den Wechsel zu vollführen und auch einen „Dragonball“-Film in die neue 3D-Ästhetik zu überführen. Aber hier wird eine klare Grenze gezogen – einer Entscheidung der man applaudieren sollte.

Wenn ihr ohnehin euer „Dragonball“-Shirt aus der Schublade holen wolltet, um es für dieses Film-Event überzuziehen, dann werdet ihr auch Spaß mit „Dragonball Z: Resurrection F“ haben. Denn wenn ihr ein Shirt habt, seid ihr ein Fanboy. Und wenn ihr ein Fanboy seid, dann wird euch dieser „Dragonball“ auch treffen. Für alle anderen – wie mich – die allenfalls etwas von Son Goku und Piccolo (für mich zwei der bekanntesten Figuren) gehört haben, wird es allenfalls ein großes Durcheinander sein.