Mit 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood liegt uns vielleicht eine der einzigen Komödien Spielbergs vor. Für den Regisseur spielten hier die Blues Brothers John Belushi und Dan Aykroyd, als auch John Candy und Christopher Lee. Es ist Spielbergs zynischer Blick auf ein Amerika nach den Angriffen der Japaner auf Pearl Harbor.

Diese Japaner sind im Dezember 1941 überglücklich über die gelungene Attacke. So schicken sie ein U-Boot los, um das nächste Ziel ins Visier zu nehmen. Und da bietet sich Hollywood an. Aber die hysterisch-alarmierten Bürger von Los Angeles rüsten sich zum Gegenschlag.

Während sich die Invasoren etwas ungeschickt anstellen, sorgen die aufgebrachten Amerikaner in ihrer inbrünstigen Hysterie ganz allein dafür, dass ihre schöne Stadt zu einem Kriegsschauplatz und in Schutt und Asche gelegt wird.

Spielbergs Slapstick-Komödie

Es mag zwar nicht Spielbergs bester Film sein, aber in all seiner Genre-Experimentierfreudigkeit zeigt er, dass er auch die Slapstick-Komödie unter Kontrolle bekommen kann. Das liegt hier nun nicht allein an seiner Regie, sondern durch die tatkräftige Unterstützung erfahrener Comedians wie John Candy, John Belushi und Dan Aykroyd, zu damaliger Zeit allesamt Mitglieder der Saturday Night Live-Crew.

Etwas außerhalb der Filmhandlung steht hier John Belushi, der in seinem ganz eigenen Film zu sein scheint. Er verkörpert einen durchgeknallt-schießwütigen Kriegsveteran, der uns lediglich in kleinen Sketchen vorgeführt wird. Er stellt sich an die Seite von Niemanden und ist in dem Kosmos der Slapstick-Komödie immer noch einmal ein wenig mehr over-the-top. Damit ist er hier vermutlich die beste Verkörperung dessen, was Steven Spielberg in 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood als klassischen Amerikaner parodieren möchte.

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