Heute denkt man vielleicht nicht zuerst an Buster Keaton, sondern an andere Zeitgenossen der Schauspiel-Welt, wenn es um das Vollführen von waghalsigen Stunts geht. Wenn man einen Jackie Chan-Film bis ganz zum Ende schaut, auch beim Abspann sitzen bleibt, dann bekommt man immer noch etwas besseres zu sehen, als uns heutzutage jede After Credit Sequenz eines Marvel-Films zu bieten hat. Jackie Chans Patzer am Set, zumeist schmerzlich anzusehende Stunts und wie diese gänzlich in die Hose gehen. 

Jackie Chan fällt einem zuerst ein, wenn man von Darstellern spricht, die ihre spektakulären Stunt-Szenen selbst drehen. Was bei ihm Kampf-Choreografien unter Einbezug der kompletten Umgebung und aller ihm in die Hände fallenden Gegenstände passiert, ist bei Tom Cruise immer eine ganz spezielle, atemberaubende Sequenz in einem Film. Ob er mal wieder den höchsten Wolkenkratzer der Welt in Dubai hochklettert oder sich an der Außenwand eines Flugzeugs festbinden lässt, während dieses in die Luft abhebt.

Nicht minder beeindruckend kommt aber der Stummfilm-Darsteller Buster Keaton daher, der seine Stunts bereits ab den 1920er Jahren vollführt hat. Er verbindet bahnbrechende – wenn auch nicht immer ganz so gefährlich, wie sie wirklich aussehen – Stunts mit einer ordentlichen Portion Humor.

Das hat der YouTuber Don McHoull in seinem Video “Some Of Buster Keaton’s Most Amazing Stunts” zusammengefasst. Wie der Titel schon sagt, ist es eine rein subjektive Auswahl und noch lange nicht vollständig. Dennoch ist es sehenswert oder ein guter Einstieg, um sich der Grandiosität dieses Darstellers bewusst zu werden.

Das Video enthält Ausschnitte aus den Buster Keaton-Filmen The Bell Boy (1918), Flitterwochen im Fertighaus (1920), Buster Keaton verliert die Hosen (1920), Buster Keaton ist nicht totzukriegen (1921), Buster und die Polizei (1922), Donnerwetter – Buster Keaton (1922), Bei mir – Niagara (1023), Ben Akiba hat gelogen (1923), Sherlock Holmes Jr. (1924), Der Mann mit den 1000 Bräuten (1025), Der General (1926) und Wasser hat Balken (1928).