Mit dem Thor-Franchise hat das Marvel Cinematic Universe zum ersten Mal ausgetestet, wie Comic-Abenteuer in fernen Welten und Galaxien vom Publikum angenommen werden. Game of Thrones-Regisseur Alan Taylor durfte nun das Sequel Thor – The Dark Kingdom inszenieren. Besonder schön daran: Dieses Mal bleiben wir mit Thor in Asgard, wo er allerdings auf die Hilfe seines Halbbruders Loki angewiesen ist, um seine Jane und nebenbei noch die Neun Welten vor dem Dunkelelf Malekith (Christopher Eccleston) zu retten.

Tom Hiddleston ist und bleibt hier nicht nur der beste Teilzeit-Schurke der Marvel-Filme, sondern spielt sich mit jeder einzelnen Performance neu in unsere Herzen. Hier darf er gar einmal äußerst amüsant die Gestalt wandeln und erscheint seinem Bruder als dessen “neuer Kumpel” Captain America. Aber Loki ist nicht nur auf Witz ausgelegt. Da er zu seiner Mutter Frigga (Rene Russo) eine äußerst enge Beziehung hegt, muss diese dann als Ansporn herhalten, damit Loki sich tatsächlich mit Thor neu-verbrüdert um Malekith zu stoppen.

Natürlich funktioniert Loki nur so gut, weil Chris Hemsworth ihm den richtigen Thor dazu bietet. Lokis Auftritte sind immer dann am stärksten, wenn er sich mit seinem Halbbruder in Shakespeare-ähnlichen Diskussionen und Konflikten wiederfindet.

Epik durch Feeling und Kamera

Alan Taylor setzt auf ein Mittelalter-Fantasy-Feeling, das er für das Marvel Universum mit Sci-Fi Anteilen vermischt, die dafür sorgen, dass sich Kinder der 1980er Jahre beim Anblick von Asgard schon fast an He-Mans Eternia erinnert fühlen dürften. Dafür darf man sich auch bei Kameramann Kramer Morgenthau bedanken, der sehr viel Wert auf wohlüberlegte Bildwelten gelegt hat. Wenn sich Thor und Loki durch die apokalyptische Einöde zu Malekith bewegen, sieht das episch wie beim Herr der Ringe aus.

Die Thor-Filme stellen die Familie in den Fokus eines jeden neuen Abenteuers und machen damit jede neue Geschichte um den Donnergott, seinen Halbbruder Loki und Göttervater Zeus zu einer Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe.

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