Mit Taika Waititi hat Marvel für Thor: Tag der Entscheidung einen Filmemacher gefunden, der den Donnergott neu erfindet. Der Regisseur verpasst dem von Chris Hemsworth gespielten Gott des Donners einen kompletten Neustart. Damit leistet der Film für den Marvel-Helden, was The Return of the First Avenger für Captain America getan hat: auf einmal stehen Figuren wie Captain America oder Thor weitaus mehr im Fokus als der MCU-Starter Iron Man.

In seinem dritten Abenteuer landet Thor nach einem harten Kampf gegen seine Schwester und Göttin des Todes, Hela (Cate Blanchett), gemeinsam mit seinem Halbbruder Loki auf einem Schrott-Planeten. Dort lernt er Valkyrie (Tessa Thompson) kennen, die ihn dem Großmeister (Jeff Goldblum) ausliefert, der brutale Gladiatorenkämpfe abhält und den Neuankömmling gegen seinen Champion kämpfen sehen will: den unglaublichen Hulk. 

Thor darf endlich Spaß haben

Taika Waititi hat sichtlich Spaß an einer Neuausrichtung der Thor-Geschichten und auch die Darsteller versprühen diesen ganz neuen Elan. Thor: Tag der Entscheidung besteht aus imposanten Postkarten-Bildern und enthält neben dem prominent vertretenen Immigrant Song von Led Zeppelin noch allerhand mehr gute Musikstücke irgendwo zwischen Guardians of the Galaxy und dem 80er Jahre Sci-Fi Trash Flash Gordon.

In Cate Blanchetts Darstellung der Göttin des Todes bekommen wir derweil endlich einmal eine Marvel-Schurkin präsentiert, die tatsächlich wie eine Bedrohung wirkt. Vor allem wenn sie sich fast im Alleingang der gesamten Garde Asgards annimmt. Ihr Erscheinen ist dabei nicht nur für die Handlung des Films von Bedeutung, sondern zieht auch gleich zumindest in Thors Filmwelt entscheidende Veränderungen nach sich.

Thor: Tag der Entscheidung gibt uns am Ende einen frischen Donnergott, der mit seinen neu gefundenen Kraft gerüstet hoffentlich noch weitere großartige Solo-Abenteuer erleben darf. Denn die Thor-Reihe hat mit Taika Waititi am Steuer endlich seinen Groove gefunden.

Bild Copyright Marvel Studios