Loading...

Black Panther (2018)

Das erste Mal dass wir von Black Panther lesen konnten, war bereits im Jahre 1966. Damals hat Marvel-Urgestein Stan Lee gemeinsam mit Jack Kirby den König von Wakanda neben den Fantastic Four debütieren lassen. Also im selben Jahr, in dem auch die gleichnamige Revoluzzer-Gruppierung gegründet wurde. Auf der Leinwand wurde König T’Chaka von Wakanda in Captain America: Civil War durch einen Anschlag getötet. Daraufhin durfte sein Sohn T’Challa zum ersten Mal das Black Panther-Kostüm überstreifen.

In seinem ersten Solo-Abenteuer macht Regisseur Ryan Coogler T’Challa (Chadwick Boseman) nun ganz offiziell zum König der fünf wakandianischen Stämme. Allerdings taucht kurz vor der Krönung der Unruhestifter Ulysses Klaue (Andy Serkis) wieder auf, der weltweit auf der Jagd nach dem wertvollen Vibranium-Metall aus Wakanda ist. Er will es an die höchstbietenden Käufer verticken, was aktuell der CIA-Agent Everett Ross (Martin Freeman) ist.

In Klaues kleiner Gang findet sich auch Erik Killmonger (Michael B. Jordan) wieder. Killmonger ist außerhalb des sich versteckt haltenden Wakandas aufgewachsen. Er sieht seine Zeit gekommen, Anspruch auf den Thron zu erheben. Zuerst findet er einen Weg in das verborgene Königreich, dann fordert er T’Challa um die Krone und die Identität des Black Panther heraus.  

Michael B. Jordan als starkter MCU-Schurke Killmonger

Dabei stellt sich Killmonger als einer der stärksten MCU-Schurken heraus. Endlich bekommen wir die lange geforderte Gegenspieler-Figur mit Hintergrund-Story. Wir können deren Beweggründe nur allzu gut nachvollziehen. Auch wenn er extreme Mittel anwendet um seine Pläne umzusetzen, ist seine Sicht auf die Dinge nicht gänzlich falsch.

T’Challa will sein Land im Verborgenen halten und die fortgeschrittene Technologie Wakandas dazu nutzen, sich selbst und sein Volk zu schützen. Killmonger nimmt den offensiven Weg. Er will sich der Welt offenbaren und die Vibranium-Waffentechnik mit schwachen Völkern teilen. Diese sollen sich damit aus der Unterjochung befreien können um über die Welt zu herrschen.

Black Panther bietet uns ein Game of Thrones im afrikanischen Sci-Fi Setting. Hier bekommen wir allerhand Einblicken in eine von Traditionen geprägte Kultur. Aber auch einige James Bond-Einflüssen, die vor allem in der ersten Hälfte des Films deutlich zu sehen sind. Hier findet sich T’Challa in Zivil in einem Casino in Südkorea wieder. Für diesen Einsatz wurde er von seiner kleinen Tech-Nerd-Schwester Shuri (Letitia Wright) mit Agenten-Spielereien ausgestattet, wie es Q bei James Bond nicht besser hätte machen können.

Black Power und Frauen Power

Neben Letitia Wright brilliert Black Panther durch seine weiblichen Charaktere. Diese stellen sich als Showstealer heraus. Danai Gurira spielt Okoye, die Generälin der Dora Milaje. Dabei handelt es sich um eine acht Frauen starke königlichen Garde. Sie handeln unglaublich präzise und schnell, immer wenn sich jemand dem Thron entgegenstellt. Lupita Nyong’o kommt als Spionin Wakandas und ehemalige Geliebte T’Challas in die Handlung. Auch sie erweist sich als schlagkräftige Dame. Derweil gibt sich Angela Bassett als Königin Mutter mit Stolz und Erhabenheit die Ehre.

Dann wäre da noch Wakanda selbst. Wir tauchen tief in das Leben dieses Landes ein, in die urbanen und ländlichen Ecken, mal mit futuristischen, mal mit traditionell geprägten Landschaftsbildern. Wakanda ist ein Land bestehend aus technologischen und mythologisch-mystischen Einflüssen. Es kommen einem sofort die ebenso futuristischen Bilder eines Blade Runner in den Sinn, dessen dreckig-dystopischer Style hier gegen eine farbenfrohe und lebendige Utopie-Zivilisation ausgetauscht wurde.

Kendrick Lamar sorgt für musikalische Atmosphäre

Black Panther

Darüber hinaus hat Coolger einen grandiosen und die Atmosphäre und Stimmung seines Films perfekt untermalenden Score und Soundtrack zusammenstellen lassen. Der schwedische Komponist Ludwig Göransson ist nach Senegal und Südafrika gereist, um dort Einflüsse lokaler Musiker in seine Sounds einfließen zu lassen, während Kendrick Lamar engagiert wurde um den Soundtrack zu Black Panther zu produzieren. Selten stimmen Score und Soundtrack so gut überein wie hier, gehen cool, stimmig und geschmeidig ineinander über.

Es ist eine Freude, den Darstellern und Darstellerinnen in diesem Film zuzusehen. Ebenso ist es erfreulich zu bemerken, wie sehr Marvel Regisseur Ryan Coogler dieses Franchise anvertraut hat. Es bedarf solcher Filme um das Cinematic Universe des Comic-Giganten “fresh” zu halten.

die neuesten beiträge