Filmkritik

MARGOS SPUREN mit Cara Delavingne nach John Green-Roman

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MARGOS SPUREN

Mit MARGOS SPUREN wurde jetzt erneut ein Roman von John Green auf die große Leinwand gebracht, der Autor der uns schon mit der entsprechenden Verfilmung zu DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER die Tränen in die Augen trieb. Für MARGOS SPUREN kehrt Nat Wolff in das John Green-Universum zurück, während an seiner Seite die Jungdarstellerin und Newcomerin Cara Delavingne spielt.

Nach dem Erfolg von DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER sollten wir uns jetzt besser direkt darauf einstellen, dass wir immer und immer wieder Green-Adaptionen im Kino erleben werden. Gut daran ist, dass Green weitaus abwechslungsreicher zu schreiben versteht, als zum Beispiel ein Nicholas Sparks, der die ewig gleichen Schmonzetten fabriziert.

Wenn nun also DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER ein Teen-Liebesdrama war, so dürfen wir MARGOS SPUREN gerne als freundschaftlichen Abenteuer-Road Trip bezeichnen. Dieser Road Trip beginnt mit der unfassbar großen Liebe des Teenies Quentin zu seiner angehimmelten Nachbarin Margo Roth Spiegelman, ein absolut unkonventionelles Mädel, dass nicht nur ihm den Kopf verdreht.

Das Mädchen verschwindet allerdings spurlos nach einem gemeinsamen nächtlichen Abenteuer-Rachefeldzug gegen ihren Ex-Freund, woraufhin Quentin seine Freunde mobilisiert um Margo aufzuspüren.

MARGOS SPUREN ist sicherlich kein Klassiker wie es einst STAND BY ME – DAS GEHEIMNIS EINES SOMMERS war, aber allein die Tatsache dass der Vergleich zu diesem Film in den Sinn kommt, kommt quasi einem Ritterschlag gleich. In MARGOS SPUREN allerdings gerät das Abenteuer der Teenies etwas zu kurz, der Road Trip wirkt gestaucht und hätte sich gerne noch in die Länge ziehen lassen dürfen.

Daraus resultierend wirkt auch die Entwicklung der unterschiedlichen Freundschaftsbeziehungen etwas abgehackt, nicht wirklich ausgearbeitet, sondern nur kurz angeschnitten, durchgeführt und abgeschlossen. Alles ein wenig oberflächlich abgehandelt.

Das klingt aber dann doch etwas zu harsch für MARGOS SPUREN, denn so oberflächlich es auch sein mag, so gut funktionieren die Teenager miteinander. Das gemeinsame Spiel holt eine Menge aus der Story und aus den Figuren heraus. Der freundschaftliche Funke springt über, zieht uns mit und lässt uns in Nostalgie schwelgen, darüber wer unsere Jugendfreunde waren, was sie jetzt wohl so machen, was man miteinander erlebt hat und wenn, warum es auseinander gegangen ist.

Cara Delavingne spielt ihre Rolle als Margo Roth Spiegelman durch und durch zufrieden stellend. Bisher war sie in noch nicht allzu vielen Projekten zu sehen, wenn man nicht unbedingt das Taylor Swift Musikvideo hinzu rechnet. Aber genau diese Art von Rollen, etwas extravagant und unkonventionell, scheinen in der Schublade von Delavingne zu liegen. Ganz ehrlich, das normale Mädchen von Nebenan, das Mauerblümchen oder die schüchterne Streberin könnte man dieser Darstellerin ohnehin nicht abkaufen.

MARGOS SPUREN ist als Film so gut, dass man hinterher das Buch nur allzu gerne lesen möchte, aber eben auch schon weiß, dass das Buch noch viel mehr bereit hält als der Film und dieser dementsprechend nach der Lektüre abgeschwächt betrachtet werden könnte. Vielleicht sollte man es bei dem Film oder dem Buch belassen und nicht beide miteinander vermischen.

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### INHALT ###

Die geheimnisvolle Margo (Cara Delevingne) ist für Quentin (Nat Wolff) das begehrenswerteste Mädchen an seiner Schule. Für eine Nacht wird Quentins Traum wahr und die beiden ziehen um die Häuser. Am nächsten Tag ist Margo verschwunden – aber nicht ohne versteckte Hinweise zu hinterlassen. Die Suche nach ihr entwickelt sich für Quentin und seine Freunde zu einem aufregenden und spannenden Abenteuer, das sie quer durch die USA führt. Bei dem Versuch, Margo und ihr Universum zu verstehen, wachsen alle Beteiligten schnell über sich hinaus, und genau darin scheint die Lösung zu liegen. (20th Century Fox)

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Margos SpurenMARGOS SPUREN

OT: Paper Towns
Darsteller: Nat Wolff, Cara Delavingne, Austin Abrams, Justice Smith, Halston Sage, Jaz Sinclair
Regie: Jake Schreier
Länge: 109 Min
Kinostart: 30. Juli 2015

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