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BACK IN TIME zeigt uns die Anfänge von ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

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Eigentlich war der Titel Professor Brown Visits the Future geplant. Dann kam aber doch alles ganz anders und auf einmal war Regisseur Robert Zemeckis der Schöpfer einer der wohl beliebtesten Zeitreise-Trilogien der Filmgeschichte: Zurück in die Zukunft oder auch Back to the Future mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd, die als Marty McFly und Doc Brown ihre Zeit-Abenteuer durchleben. Davon erzählt auch die Dokumentation Back in Time, die einige hörenswerte Details zur Entstehung dieser Trilogie zu erzählen weiß. 

Back in Time begann als kleine Idee des Filmemachers Jason Aron, der eine Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter initiierte. Mehr als 600 Menschen wollten das Projekt unterstützen und es kamen insgesamt knapp über 45.000 US Dollar zusammen, die ausreichten, um Arons Doku-Vorhaben zu realisieren. Am 21. Oktober 2015 wurde Back in Time dann veröffentlicht – nicht ohne Grund genau an diesem Tag, denn dabei handelt es sich um das Datum, das im zweiten Teil der Back to the Future-Filmreihe als ferne Zukunft für Marty McFly herhalten darf. 

Jason Aron nimmt sich diese Filmreihe vor und erzählt von dem großen Einfluss, den sie auf zahlreiche Lebenswelten hatte. Er nimmt ebenso die kulturelle Bedeutung des DeLorean DMC-12 in den Fokus, der in seinen verschiedensten Ausführungen als Zeitmaschine innerhalb der Zurück in die Zukunft-Filme funktioniert. Natürlich darf dann auch die Hoverboard-Technologie nicht fehlen, die Marty McFly Skateboard fliegen lässt – inzwischen eine gar nicht mehr so weit entfernte Sci-Fi Erfindung.

Derweil stehen Regisseur Robert Zemeckis, der ausführende Produzent Steven Spielberg und auch die Hauptdarsteller Christopher Lloyd und ein arg an seiner Parkinson-Erkrankung erkennbarer Michael J. Fox – der immer noch die meisten Witze reißen darf – für Interviews zur Verfügung. 

Back in Time

Zurück in die Zukunft-Regisseur Robert Zemeckis

Besonders im ersten Drittel zeigt sich Back in Time besonders erzählstark. Hier finden wir die Entstehungsgeschichte und Produktionsnotizen zum allerersten Zurück in die Zukunft-Film. Hier erfahren wir, dass Marty McFly ursprünglich von Schauspieler Eric Stolz gespielt werden sollte, der aber nicht auf die Figur passen wollte, die später von Michael J. Fox mit komödiantischen Timing wunderbar ausgefüllt worden ist. 

Natürlich musste man sich für das Marketing etwas einfallen lassen. Wie und wo sollte man einen solchen Film bewerben, in dem ein alter Wissenschaftler mit einem jungen Loser-Boy auf ein Zeitreise-Abenteuer geht? Heute mag das wie ein Selbstläufer klingen, damals war das Kino weder in einer entsprechenden Nerd-Kultur angekommen, noch konnte man sich eine Plattform wie das Internet zu Nutze machen. Also musste der noch hippe und neue Fernsehsender MTV herhalten, um mit ausgiebigen Promotion-Aktionen ein potentielles Kinopublikum zu finden.

Dann gibt es aber auch ganz furchtbare Anekdoten, die einem den Schweiß auf die Stirn treiben: Die unsäglich furchtbare Kühlschrank-Szene in Steven Spielbergs Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels war ursprünglich als großes Finale für den ersten Zurück in die Zukunft-Film geplant. Schön wäre es gewesen, wenn auch Indy hiervon verschont geblieben wäre, so aber können wir uns zumindest für Marty freuen.

Mit Spielberg eröffnet Back in Time. Für ihn sei Zurück in die Zukunft die größte Zeitreise-Story die jemals in einem Film erzählt worden ist. Man möchte ihm zustimmen, was auch viele Fans tun, denen die übrigen zweidrittel Doku-Zeit gewidmet sind, während die Hintergründe zur Entstehung des Films – oder der Filmreihe – hier leider in Vergessenheit geraten.

Back in Time

Die Fans zeigen, dass es niemals einen vierten Teil der Zurück in die Zukunft-Reihe geben sollte.

Dadurch entsteht ein gewisses Maß an über-emotionalen Gefühlsgedusel, wenn Hardcore-Fans von ihrer Liebe und Leidenschaft für die Filmreihe erzählen. Da kommen dann die insgesamt sieben DeLoreans zur Sprache, die für die Dreharbeiten gebaut worden sind und von denen nur noch drei Exemplare existieren – zwei in den Universal Studios und ein letzter im Privatbesitz – der Fan und Sammler wurde natürlich vor die Kamera geholt.

Hier verkommt die Doku zu Einzelliebhaber-Stories, die keine Relevanz mehr vorzuweisen haben. Aber natürlich gibt es an jeder Ecke kleine Anekdoten zu entdecken. Am Ende macht Back in Time über Zurück in die Zukunft eben das Statement, dass wir auf dem Nummernschild der DeLorean-Zeitmaschine lesen können: “Outtatime” ist nicht nur ein Gag im Film, sondern steht inzwischen auch für eine zeitlos-unterhaltsame Filmtrilogie.

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