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Hexen Horror #1 | “Der Fluch von Darkness Falls” (2003)

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Nach dem Ende von Buffy the Vampire Slayer verschlug es die Darsteller und Darstellerinnen der überaus beliebten Serie von Joss Whedon in alle filmischen und seriellen Himmelsrichtungen. Als Buffy-Fan hatte man natürlich immer ein Auge darauf, wo die Liebsten landen würden. Dementsprechend bekam der 2003er Horrorfilm Der Fluch von Darkness Falls wohl am ehesten ein wenig Aufmerksamkeit, weil hier Emma Caulfield – Ex-Rachedämon Anyanka – ihren Versuch startete, nach dem Ende der Serie ihre Kino-Karriere zum laufen zu bringen. Leider erfolglos.

Der Film ist das Regiedebüt des südafrikanischen Filmemachers Jonathan Liebesman, der später noch mit Texas Chainsaw Massacre: The Beginning weiter im Horror-Genre tätig war, bevor er für World Invasion: Battle Los Angeles, Zorn der Titanen und die erste Neu-Realverfilmung zu Teenage Mutant Ninja Turtles nach Big Budget-Hollywood abwanderte.

In dem Film taucht eine Hexe in dem kleinen Dorf Darkness Falls auf. Sie will Rache dafür zu nehmen, dass sie hier vor 150 Jahren von den Bewohnern erhängt wurde. Dabei trifft sie auf Kyle (Chaney Kley), der als kleiner Junge bereits die Wut der Hexe überlebte. Jetzt ist er erwachsen und will den Kampf mit der Kreatur aufnehmen, die es auf Caitlin (Emma Caulfield) und ihren jüngeren Bruder Michael (Lee Cormie) abgesehen hat.

Der Fluch von Darkness Falls

Emma Caulfield in “Der Fluch von Darkness Falls”

Die Besonderheit ist, dass die Hexe damals wie heute eine Porzellan-Maske tragen muss, da sie überaus empfindlich gegenüber Licht ist. Und damit wären wir bei Lights Out, dem 2016er Horrorfilm, in dem man tunlichst die Dunkelheit meiden sollte, da sich hier der Horror versteckt hält. Darkness Falls spielt mit derselben Prämisse. Im Licht sind alle sicher, sobald man aber die Schatten betritt, kommt die böse Hexe daher geflogen und greift zu.

Natürlich ist die Idee kein Abklatsch. Im Grunde wird hier lediglich die Ur-Angst vor der Dunkelheit genutzt um den Horror zu entfachen. Außerdem hatte Lights Out weitaus mehr Spaß damit, diese “Fürchte dich vor der Finsternis”-Prämisse kreativ umzusetzen, während sich in Darkness Falls keinerlei Momente wiederfinden lassen, an die wir uns aufgrund des immensen Horrors erinnern würden.

Hier fühlt sich das nach einer unschönen Dauerschleife an, bei der immer irgendjemand in die Dunkelheit gezogen wird, ohne dass wir zu sehen bekommen würden, was im Anschluss geschieht – Schwupps und weg. Es gibt sogar einen langweiligen Katzen-Jump Scare, der die uninspirierte Horror Atmosphäre verdeutlicht, in der sich Regisseur Liebesman hier bewegt.

Der Fluch von Darkness Falls

Chaney Kley in “Der Fluch von Darkness Falls”

Die Porzellan-Maske der Hexe soll sie derweil vor Licht schützen, scheint aber nur dazu da zu sein, damit man so die Hexe irgendwann demaskieren kann, um ihr wahres, groteskes Gesicht für eine Millisekunde in die Kamera zu halten.

Die Faszination von Der Fluch von Darkness Falls liegt in einer knapp unter 80 Minuten kurzen Geschichte, die dennoch ziemlich langatmig wirkt. Wie hat Jonathan Liebesman das nur hinbekommen?

Die Figuren sind uns egal, ganz gleich ob die heimgesuchten Menschen oder die Hexe, die im Grunde auch nur eine Seele ist, der Unrecht angetan wurde. Aber who cares? Es gibt ein paar dunkle Ecken in denen grausame Dinge mit Personen geschehen, die wir einige Sekunden später schon wieder vergessen haben.

Der Fluch von Darkness Falls hat sich leider auch als Fluch für Emma Caulfield herausgestellt, die hiermit auch gleich ihren Einstieg in die Kinofilm-Welt als Fehlschlag abtun musste. Und Jonathan Liebesman – mit einem Blick auf seine bisherige Filmografie – hat immer noch nicht gelernt mitreißende Filme zu inszenieren, sondern kratzt immer nur an der charakterlosen Oberfläche.

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