Filmkritik

Justice League: Crisis On Two Earths (Feb 2010)

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Mit Justice League Crisis On Two Earths kommt die konsequente Fortführung des DC Animated Original Universe, in dem die Justice League nun ihre Raumstation im Orbit des Planeten Erde aufbaut, nur um mit einem neuen Problem belagert zu werden, dass der Gerechtigkeitsliga gleich hunderte von Erden aufzeigt. Nur Batman sträubt sich gegen einen Ausflug in eine parallele Welt: Ihr Team sei so schon gänzlich überfordert, man müsse sich auf die Belange dieser Erde konzentrieren und könne nicht überall Weltenretter spielen.

Das mag richtig sein, aber hier wird die Ausnahme gemacht. Immerhin musste in dieser Parallelwelt der Jester sterben, eine gute Version des Jokers, während ein heldenhafter Lex Luthor die Barriere zwischen den Welten überkommt, um die Justice League im Kampf gegen das Crime Syndicate um Hilfe zu bitten. Dieses Syndikat der Superschurken besteht ausgerechnet aus Alter-Egos der uns bekannten Justice League Mitgliedern: Der Owlman als Konter auf Batman, Ultra- statt Superman, Johnny Quick gegen The Flash, Superwoman im Gegensatz zu Wonder Woman, J’edd J’arkus als Abbild des Martian Manhunter und Angelique als böse Variante von Hawkgirl.

Als gefährlichster von allen entpuppst sich Owlman, der auf der Suche nach einem Sinn des Lebens ist, aber nur den Unsinn findet, wenn jede Entscheidung die gemacht wird, eine Parallelwelt hervorbringt, auf der die entsprechende Entscheidung nicht oder anders gemacht wurde. Welchen Sinn hat schon das Leben, wenn eine Entscheidung keine Wirkung besitzt? Dementsprechend entscheidet sich Owlman dazu, den Ursprungsplaneten Erde Prime aufzusuchen und von hieraus gleich alle Parallelwelten auf einmal in die Luft zu sprengen.

Bei solchen Aussichten nimmt selbst Batman seine Aussage zurück und stellt sich seinem bösen Alter-Ego entgegen. Denn wer alle Welten vernichten will, der hat es auch auf den Planeten abgesehen, den Batman nun gemeinsam mit der Justice League bewacht.

Es gibt hier zahlreiche „Was wäre wenn…“-Universen, in eines davon erhalten wir den Einblick. Der Einfluss von Macht heißt noch lange nicht, dass es auch um Recht geht, heißt es in einer Rebellion gegen die übermächtigen Superschurken auf der Parallelerde. Darin liegt eine Stärke dieses DC Animated Originals, dass es sich zwar nicht ausgiebig, aber immerhin mit kleiner Dosierung solcher Machtfragen annimmt. Wo und wie darf diese ausgeübt werden? Mit wie viel Macht darf man hantieren? Und letztendlich ist es diese Macht, die zur Crisis On Two Earths und eigentlich noch mehr führt.

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