Filmkritik

Green Lantern: First Flight (Juli 2009)

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Mit Green Lantern First Flight erleben wir das erste Solo Abenteuer von Hal Jordan in der Rolle der Green Lantern vom Planeten Erde. Wie der Film zeigt, gibt es da noch reichlich andere grüne Laternen aus allen Winkeln des Universums, die sich in einer Sache einig sind: eine Green Lantern von der Erde, dass muss ein Fehler sein. Aber der kleine grüne Ring macht keine Fehler, er sucht sich seinen neuen Besitzer nach dem Tod des aktuellen Ring-Inhabers nach Mut und Tapferkeit aus, nach Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit.

Die Origin-Story von Green Lantern haben wir im DC Animated Original Universe schon einmal zu sehen bekommen: in Justice League The New Frontier hat man sich ausgiebig Hal Jordan und seiner Verwandlung zur Green Lantern gewidmet. Deswegen hat sich Regisseurin Lauren Montgomery hier dazu entschieden, die eigentliche Origin, das Auffinden Abin Surs, dessen Tod und die Übergabe des Rings recht knapp vor den Opening Credits abzuhandeln und Hal Jordan dann für seinen First Flight in die Heimat des Green Lantern Corps auf den Planeten Oa zu schicken um dort das Komplott des hinterhältigen Sinestro (von Victor Garber gesprochen) zu verhindern und sich somit vor den anderen Green Lanterns zu beweisen.

Also eine ähnliche Story wie das spätere Debakel in der Realverfilmung mit Ryan Reynolds. Soviel ist sicher: First Flight ist weitaus unterhaltsamer. Es ist das erste DC Animated Original Abenteuer das komplett auf einem anderen Planeten spielt. Hal kehrt erst nach bestandenen Abenteuer auf die Erde zurück. Vorher erleben wir mit ihm dieses Space Adventure im DC Animated Orignal Universe, das hiermit seinen Namen endlich auch verdient, die Geschichte auf das gesamte Universum ausweitet. Aber wir bekommen hier nicht nur das erste Abenteuer Hal Jordans zu sehen, sondern auch ein wenig Mythologie rund um die grünen Laternen geliefert, eine wunderbare Ergänzung zum Film. Hier hören wir im englischen Original noch die Stimme von Christopher Meloni, der nicht minder gute Arbeit abliefert wie in späteren Filmen Nathan Fillion, der sich Green Lantern noch zu eigen machen wird.

Aber es ist nicht alles Sonnenschein im Lande First Flight. Denn die Charakterentwicklung steht den bisherigen Superhelden-Auftritten in einiges nach. Wo Batman, Superman und all die anderen Justice League Mitglieder in den DC Animated Originals bis zu diesem Moment eine Innere Reise hinlegten, bleibt Hal Jordan relativ einfach gestrickt. Die Figur wird von 0 auf 100 zur Green Lantern befördert und muss danach über keine weiteren Geschehnisse großartig nachdenken. Ein fremder Planet, ein ganzes Green Lantern Corp. All das merkt man Jordan nicht wirklich an. Er findet sich sofort in seine Rolle ein, schwebt los, nutzt den Ring und wird zum Superhelden. Damit scheint er keinerlei Probleme zu haben.

Das muss allerdings als Jammern auf hohem Niveau abgetan werden, wenn man erneut den Vergleich zum Ryan Reynolds Realfilm sucht. Dagegen erstrahlt die Laterne hier im hellsten Grün. Und wenn am Ende die Green Lantern Hal Jordan gegen den zur Yellow Lantern gewordenen Sinestro im All fliegend zum Duell antritt, dann bekommen wir einen wunderbar gezeichnet-choreographierten Space-Showdown geliefert, der einige sehr schöne Bilder bereit hält.

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