Filmkritik

Batman: Year One (Oktober 2011)

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Der Filmtitel ist gleichbedeutend mit so vielen Comicbüchern, die unter dem Banner Year One von den Anfängen eines Superhelden erzählen. So denn auch Batman: Year One, basierend auf der gleichnamigen, vierteiligen Comicreihe, die bereits 1987 erschienen ist. Das DC Animated Original Movies Universum erzählt uns hier unter der Regie von Sam Liu und Lauren Montgomery nicht nur von den Anfängen des Dark Knight, sondern auch von seinem Mitstreiter James Gordon, später als Commissioner Gordon bis über die Grenzen Gothams hinaus bekannt.

Mit dem Fokus auf diesen beiden Männern braucht Year One denn auch keinen klassischen Superschurken. Es genügt zwei Männer mit guten Dingen im Sinn auf eine Stadt treffen zu lassen, die im Verbrechen versinkt. Gotham ist das Böse. Gotham muss bezwungen werden. Und Gotham ist es, was sowohl Bruce Wayne als auch Jim Gordon fast in die Knie zwingt.

Es braucht seine Zeit bis die beiden zuerst gegeneinander agierenden Männer zueinander finden und damit das Heilmittel gegen oder für Gotham finden. In einer Stadt, wo jeder sich selbst der Nächste ist, erkennen Gordon und Wayne – oder viel mehr Batman – dass sie einander brauchen, sich aufeinander verlassen können, sich helfen können im Kampf um die Stadt.

Zu Beginn von Batman: Year One kommen beide Männer gerade erst in Gotham an. Gordon wurde zum GCPD versetzt, während Wayne nach jahrelanger Abwesenheit heimkehrt. Sie finden sich gleichermaßen in diesem Sündenpool wieder, in dem nicht nur die Verbrecher verbrechen begehen, sondern auch die Polizei bis hoch in die obersten Gefilde. Aber Gordon und Wayne wollen sich nicht anpassen. Sie wollen anders sein. Sie wollen nicht der Sünde verfallen.

Ihre Wege kreuzen sich, weil Wayne in dem Kostüm des Batman aktiv etwas gegen das Treiben in der Stadt unternimmt und Gordon nicht der korrupte, sondern der pflichtbewusste Cop ist, der keine selbstbestimmte Verbrechensbekämpfung tolerieren kann. Seine Kollegen geben dem Schauermärchen des Fledermaus-Mannes bald klein bei und schauen lieber in die andere Richtung als etwas zu unternehmen.

Batman: Year One ist wunderbar düstere Geschichtenerzählung und in seiner Ausführlichkeit und Atmosphäre eine willkommene Origin-Story für Batman und James Gordon innerhalb dieser Animationsfilm-Reihe. Hier ist kein Platz für Kinderspiele. Sind vorherige DC Animated Originals immer auch ein wenig mit Humor daher gekommen, wird dieser hier nun komplett ausgeblendet. Das macht Gotham nur umso bedrohlicher und die Anstrengungen unserer Helden umso bemühter.

Die erste wirkliche Begegnung von Batman und Jim Gordon, face-to-face, kommt wunderbar inszeniert, ein wenig sentimental, perfekt abgestimmt daher. Ganz nebenbei erzählt der Film übrigens auch noch von einer gewissen Selina Kyle, die ebenfalls ihre ganz eigene Art hat mit Gotham umzugehen. Aber das bleibt hier eine Randerscheinung.

Besser hätte man Batmans Entstehungsgeschichte nicht in das DC Animated Original Movie Universum einbetten können.

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