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Ein letztes Mal Adam West in BATMAN: RETURN OF THE CAPED CRUSADERS

Am 9. Juni 2017 ist Schauspieler Adam West im Alter von 88 Jahren verstorben. Gerade erst nimmt das DC Cinematic Universe mit dem viel gelobten Wonder Woman an Fahrt auf und nur zu gerne hätte man West in einer Gastrolle in einem Batman Stand-Alone Film gesehen. Das ist nun leider nicht mehr möglich.

Aber zumindest seine Stimme konnte man noch einmal hören – und sogar als Batman. Für den Animationsfilm Batman: Return of the Caped Crusaders (im Februar 2017 auf DVD und Blu-ray erschienen) wurde die alte 1960er Jahre BANG-POW-POFF Atmosphäre noch einmal aufleben gelassen – mitsamt Adam West (als Stimme von Batman), Burt Ward (Robin) und Julie Newman (Catwoman).

Batman: Return of the Caped Crusaders mit Adam West
Die vier größten Schurken Gothams machen gemeinsame Sache gegen Batman & Robin.

Unter der Regie von Rick Morales (Beware The Batman, Green Lantern: The Animated Series) versammeln sich die vier größten Schurken Gotham Citys – Joker, Pinguin, Catwoman & Riddler – und stehlen eine Vervielfältigungs-Kanone mit der sie die Stadt terrorisieren. Das wiederum ruft natürlich den Caped Crusader Batman und sein Boy Wonder Robin auf den Plan.

Unbedingt das englischsprachige Original anschauen, um tatsächlich in den Genuss der Originalstimmen zu kommen, die natürlich bereits ein Alter erreicht haben, in dem Batman und Robin auf einmal wie Rentner wirken. Dennoch versprühen West und Ward weiterhin den Charme der 60er Jahre und scheuen sich auch nicht davor, sich selbst aufs Korn zu nehmen. Sie werden wohl am besten wissen, wie corny ihre Serie aus damaliger Zeit heute wirkt.

Natürlich ist es ebenso auch ungewohnt, auf einmal diese fröhlichen Sprücheklopfer als dunkler Ritter und Gefährte zu hören, wo wir uns in einer Zeit befinden, in der man “Ich bin Batman” gar nicht grummelig genug aussprechen kann, um an entweder Christian Bales oder Ben Afflecks Versionen heranzukommen.

Hier ist Batman alles andere als düster. Aus dem Dark Knight wird der Caped Crusader, ganz ohne Dunkelheit im Namen. Selbst im Vergleich zur 60er Serie wird hier noch ein wenig mehr überspitzt gesprochen. Die Dialoge strotzen nur so vor Ketten-Alliterationen, während wir im Minutentakt Moralpredigten zu hören bekommen, die dann vom dynamischen Duo vorgelebt werden. So muss man sich auch nicht wundern, wenn Batman und Robin ganz artig einen Zebrastreifen benutzen um eine Straße zu überqueren. Sie sind hier nun einmal die absoluten Saubermänner.

Batman: Return of the Caped Crusaders mit Adam West
Batman & Robin im 1960er Batmobil!

Aber die beste Komik rührt aus der Selbstreferenz. Selbst die Homosexualität von Bruce Wayne und Dick Grayson, die oft für die 1960er Jahre diskutiert worden ist, wird hier von den Sprech-Darstellern thematisiert. Es gibt wirklich keine Tabus, wodurch sich Adam West und Burt Ward nur umso beliebter machen.

Hinzu kommt eine unfassbar hübsche Rogues’ Gallery, die nicht nur die vier Haupt-Gegenspieler Batmans in den Fokus nimmt, sondern auch diverse andere Schurken von Mr. Freeze und Two-Face, bis hin zu 60er Ergüssen wie King Tut und den Bücherwurm präsentiert.

Batman: Return of the Caped Crusaders ist eine durchaus angenehm-amüsante Reise down the Memory Lane für Freunde der Animations-Abenteuer Batmans. Man sollte sich nur darüber im Klaren sein, dass dieser sich hier selbst so überhaupt nicht ernst nimmt. 

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