Kurzfilme im Netz zu teilen, birgt einige Nachteile. Das weiß auch Jessica Koppe, die kürzlich ihr Werk „Ins Dunkel“ debütierte. Dennoch entschied sie sich dafür, ihren etwa 12 Minuten langen Stop-Motion-Animationsfilm frei zugänglich zu machen. Wie sie selbst schreibt, geht ihr dafür vor allem die Möglichkeit flöten, sich für einen Oscar zu bewerben:
„Lange, lange habe ich überlegt, wie ich es jetzt weitergehen soll und habe mich jetzt entschieden, den Film im Netz zur Verfügung zu stellen. Es gibt gute Gründe, die dagegen sprechen: zum Beispiel habe ich mich damit (wenn ich mich richtig erinnere) z.B. für die Oscars® und für einige andere hochrangige Filmfestivals disqualifiziert, weil diese voraussetzten, dass der Film nicht online unterwegs ist. Mist.“
Nachdem sie fünf Jahre damit verbracht hat den Film fertig zu stellen, freut sie sich viel mehr darüber, den Film möglichst vielen Menschen zeigen zu können. Denn auch das Warten darauf, dass ein Festival ihren Film aus 800 Einsendungen auswählt, ist eher zermürbend. Trotzdem wird sie sich natürlich bewerben, ein Film – ganz gleich welche Länge – gehört nun einmal irgendwie auf die große Leinwand.
Auf der offiziellen Homepage zu „Ins Dunkel“ wird der Film wie folgt beschrieben: „Ins Dunkel“ erzählt die Geschichte von Orpheus, dem talentiertesten Musiker der griechischen Antike, der sich nach ihrem frühen Tod seiner geliebten Eurydike auf den Weg in die Unterwelt macht, um sie zurück ins Leben zu holen. Da seine Musik sogar die Götter bezaubert, scheint dieses Vorhaben zunächst zu gelingen. Auf der besagten Homepage könnt ihr selbst noch ein wenig herumstöbern und Hintergründe zu dem Kurzfilm erfahren.


